MARIO PALM |
|||||||
| Malerei | Zeichnung | Photographie | Biographie | Texte | Publikationen | Kontakt | |
Wäre ich Bürgermeister, ich würde sparen. Zuerst bei der Kultur. Mit Theater kenne ich mich nicht so aus. Da muß wohl einiges Geld fließen, damit das funktioniert. Wegen der Kosten für so viele Menschen, die da mitspielen, und die Leute im Hintergrund. Bei der Musik ist das vielleicht auch so. Bei Dichtern ist das anders. Die brauchen nicht so viel. Papier und Bleistift, vielleicht einen Computer. Aber in der Kunst (bildenden Kunst), man verzeihe mir mein forsches Engagement, ist Sparen nicht nur ratsam sondern nötig. Da wird heutzutage nicht nur gemalt und gebildhauert oder gezeichnet und gedruckt und fotografiert, nein, da wird regelrecht gebaut. Ich meine nicht die Museen und Kunsthallen, die sind wichtig. Irgendwo muß man das ja alles einschließen, was so produziert wird. Nein, ich denke an das, was die Künstler selber bauen und herstellen. Da sollte begonnen werden mit dem Sparen. An der Basis, am Unterbau so zu sagen. Soviel, wie da gemacht wird, paßt gar nicht rein in die Museen. Und nebenbei gesagt, gehört vieles auch gar nicht rein, das gehört entsorgt. Vielleicht ist es eine Anregung, wenn ich sage, man sollte die Künstler an das Duale System binden. Ich meine mit einem Grünen Punkt auf der Kunst. Sollte man mal drüber nachdenken.
Aber zunächst gilt es, nicht unnütz Steuergelder zu verplempern. Es macht doch keinen Sinn, wenn man die jungen Leute auch noch mit öffentlichen Geldern anstachelt, soviel zu bauen. Was das kostet, das geht in die Millionen. Das sind dreifache, vierfache Kosten. Man bezahlt das Herstellen von solchen Sachen, das Ausstellen, das Publizieren, das Lagern und das Entsorgen. Und dann müssen die auch alle was zum Essen haben. Also darum würde ich mich kümmern als Bürgermeister, das die was zu essen haben und vielleicht ein Dach über dem Kopf. Aber alles andere, also das geht zu weit. Meine Meinung.