MARIO PALM

Malerei    Zeichnung    Photographie   Biographie    Texte Publikationen  Kontakt  
 
 

Elf Texte zum Erlangen des Diploms

Text 1: 

Was soll man malen? Was soll man sagen?

Text 2: 

Soll man gegenständlich malen oder abstrakt? Oder soll man ganz was anderes machen?

Text 3

Wie stelle ich mir das Leben als Künstler vor? Soll ich morgens zeitig aufstehen?

Text 4

Omi Heuser sagt immer: Wo kommen all die Tiere her? Was sollen die bloß alle fressen? Das frage ich mich auch immer.

Text 5: 

Ich freue mich schon auf das ganze Geld. Was aber, wenn keiner meine Bilder kauft?

Text 6: 

Ist Kunst wichtiger als Grießpudding mit Sauerkirschen?

Text 7 

Wir Künstler sind sensibler als andere Menschen. Deshalb sollten sich alle Menschen künstlerisch betätigen. Wenigstens im Hobby.

Text 8 

Warum die Fragen: “Wer bin ich?” oder “Wohin gehen wir?” nicht nur gelungene Bildtitel sind.

Text 9

Man geht ja nur dorthin, wo man sich wohlfühlt. Sonst würde man ständig mit Künstlern, Kritikern und Ärzten rumhängen. 

Text 10 

Wenn dein Leben ein Häufchen Elend ist, dann ist mein’s auch ein’s - ein bißchen kleineres.

Text 11 

Respekt habe ich nur vor leeren Museen. In den vollen frage ich immer nach der Caféteria. 

Text Bonus 2020 (Ausbruch der Corona-Maßnahmen):

Das Schöne am Malen zu Hause ( home studio ) ist, man ist zu Hause. Schön sind auch die Farben. Gelb, Blau, Bahncardgrün, Ultramarin, Netflixschwarz oder Azogelb Hell, Azogelb Dunkel, Azorot Mittel, Chinacridonrosa, Ultramarin, Cölinblau, Permanentgrün Dunkel, Umbra gebrannt, Elfenbeinschwarz oder Ikeaweiß. Nicht schön ist, wenn die Farben am Kopfkissen kleben oder an der Untertasse oder am Gemüsefach im Kühlschrank oder an der Rückenbürste in der Dusche. Den Bildern ist’s egal. Und wieder ist eins fertig.